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Hundebrauchen klare Grenzen            Hoffnung auf Freundschaft

 

Das ewig aktuelle Thema "Erziehung" oder "was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.." (oder nur noch sehr schwer....):

 

Eine gute Erziehung mit klaren und für das Tier verständlichen Regeln ist das A und O in der Mensch/Hund Verbindung und gewährleistet dem Tier später viele Freiheiten.
Einen ungehorsamen Hund kann man weder ohne Probleme überall zu Besuch mit hinnehmen, noch kann man ihn ohne frei laufen lassen, ohne u. U. stundenlang auf seine Rückkehr warten zu müssen...
Sehr gute und empfehlenswerte Literatur sind nach meiner Auffassung die o.g. Bücher von Herrn Michael Grewe. Sie sind, natürlich zusätzlich zu einer guten Hundeschule, eine immer wieder lesenswerte Anschaffung fürs Leben.
Der Buchtitel "Hunde brauchen klare Grenzen" trifft den Nagel direkt auf den Kopf, besser kann man es nicht ausdrücken. Erfahrungsgemäß haperts aber gerade oft an diesem Punkt und gefährdet somit leider die gesamte erfolgreiche Ausbildung.
Investitionen in die Erziehung insbesondere im ersten Lebensjahr Ihres tierischen Begleiters bilden den Grundstock für ein langes und problemloses Zusammenleben.
Sollte keine passende und versierte Hundeschule in der Nähe zu finden sein, zögern Sie bitte nicht, auch mal eine ½ oder 1 Stunde Anfahrtzeit in Kauf zu nehmen, um an gutem Unterricht teilnehmen zu können. Sie müssen dort ja nicht unbedingt jahrelang ständig hinfahren.
Die Erziehung steht (oder fällt im ungünstigsten Falle) mit einer guten Welpen/Junghundeschule oder einem Hundetrainer gerade im ersten Jahr.
Nutzen Sie ruhig bei Gelegenheit auch Einzelstunden bei einem guten Hundetrainer, der gezielt individuelle Probleme angeht. Dieser Privatuntericht ist auf kurze Sicht sicherlich nicht billig, zahlt sich auf lange Sicht immer aus und kann Ihnen jahrelange unproduktive Besuche eines Hundeplatzes ersparen.

 

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Bandit mit Frauchen Patricia hat die Ausbildung erfolgreich bestanden

 

Jeder Mensch sucht sich sicherlich über die Zeit seine für ihn individuell passende Trainingsart aus. Egal ob sie sich denn Animal Learn, Clicker Training, Natural Dogmanship, Calming Signals nach Turid Rugaas etc.. nennt, jede Methode hat ihre Berechtigung, sowie ihre begeisterten Anhänger, wichtig ist letztendlich aber immer nur das positive Resultat und zwar, daß der Hund seinem Frauchen/Herrchen gehorcht, also gut motiviert und freudig mitarbeitet.

 

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Die Welpen von Ronja und Jack kommen auf Zuruf freudig angelaufen!

 

Und das Allerwichtigste hierbei wiederum der zuverlässige Rückruf aus jeder Situation. Also das Kommando "Komm", was Ihr Junghund spätestens recht zuverlässig mit 5-6 Monaten können sollte. Der erfolgreiche Rückruf ist das "Maß aller Dinge" an dem sich Ihre Beziehung zum Hund mißt.

"Eigentlich gehorcht er ja ganz gut.... Wir haben aber ausgerechnet heute den Futterbeutel oder das Spielzeug nicht dabei, deshalb kommt unser Aussie gerade jetzt leider nicht...."

Vergessen Sie bitte Sätze solcher Art!

Kommt mein Hund nicht, wenn ich rufe, habe ich selber (nicht der Hund) schlichtweg etwas in der Erziehung falsch gemacht.

Einem bewundernswertem Vorbild, wie den Hundeeltern, dem Rudel, dem Hundekollegen, etc.. folgt ein Welpe/Junghund schließlich ganz von allein und zwar ohne daß diese den Nachwuchs dauernd bespaßen oder mit Futter oder Stöckchen, etc.. bei Laune halten. .

Zu diesen bewundernswerten "Wesen" der menschlichen Hundeeltern denen man nacheifert und gerne folgt, wie der Hundemama, sollten Sie sich zu Ihrem beiderseitigem Vorteil, entwickeln.

 

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Unserer Mama Aiméechen folgen wir natürlich gerne

 

Sie bekommen von uns einen optimal, liebevoll aufgezogenen und geprägten Welpen. Was aber aus diesem Hündchen wird, liegt alleine in Ihrer Hand!!

 

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Shimmy mit ihren Babies von Moon Rise Pick Up Man

 

Welpenschulen, in denen große Welpengruppen (ab ca. mehr als 8 Welpen) unterschiedlichsten Alters und Größe ohne Aufsicht, Supervision und Korrektur durch einen fachlich versierten Trainer einfach nur wild spielen gelassen werden, meiden Sie bitte unbedingt. Suchen Sie sich bitte in diesem Fall eine andere Hundeschule.

Selbstbewußte Hunde mit großem Durchsetzungswillen erfahren in solchen unhomogen zusammengesetzten Jungtiergruppen somit schon von "Welpenbeinen" an, ständig eine Bestätigung ihres Egos und können später im Erwachsenenalter bei Fremdhundbegegnungen leichter in Richtung ständigem Raufertum und Pöbelei mit allen damit verbundenen Unannehmlichkeiten tendieren, schwächere Hündchen können zu ängstlichen und panischen Duckmäusern, im schlimmsten Falle zu traumatisierten Angstbeißern, werden.

Ich persönlich (und durchaus auch etliche mir bekannte nahmhafte Trainer) bin überhaupt gar kein Fan mehr von diesen Welpenspielgruppen. Eine gute Sozialisierung mit vielfältiger Prägung kann auch mit gut erzogenen Hunden aus der Nachbarschaft und dem Freundes,- und Bekanntenkreis stattfinden. Mama Wolf und Mama Hund würde es nicht im Traum einfallen, mit ihrem Nachwuchs ein anderes Rudel zwecks Spielstunde aufzusuchen.

Sollten Sie jedoch eine solche Welpengruppe trotzdem gerne besuchen wollen, achten Sie bitte auf alters,-, temperaments,- und größenmäßig sinnvoll und passend zusammengesetzte Hundegruppen bis max. ca. 8 Welpen, die von einem guten Hundetrainer beaufsichtigt werden, der im Notfall auch korrigierend eingreifen würde.

 

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Der Satz "die Welpen machen das schon alles unter sich aus", ist ein absolutes No-Go und würde mich zum sofortigen Verlassen der Stunde bewegen.

Schauen Sie bitte auch, ob die Hundeschule/der Hundetrainer mit Hütehundrassen Erfahrung hat. Am Besten wäre es, wenn bereits einige Aussies mit Ihren Besitzern glücklich und erfolgreich in dem/der Hundeverein/schule arbeiten.

Nun ist es soweit und Sie freuen sich, Ihren kleinen Schatz vom/von der Züchter(in) abholen zu dürfen!

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Die junge Käuferin ist glücklich mit ihrem Welpen von uns!
 
 
Obwohl die sichere Beförderung eines Hundes normalerweise und sogar gesetztlich vorgeschrieben in einer Hundetransportbox, Flugbox, oder im durch ein Hundegitter abgetrenntem Heck, zu erfolgen hat, sollten Sie als Begleitperson den Kleinen bei der Abholung ausnahmsweise entweder neben sich auf dem Rücksitz oder im Fußraum auf einer Decke reisen lassen. Am Besten ist es eben in diesem Fall, den Kleinen zu zweit abzuholen, damit eine Person den Welpen während der Fahrt beruhigen kann. Muß man nun leider doch ohne helfende Begleitung alleine fahren, ist es am Besten, wenn man das Hundekind neben sich auf dem Beifahrersitz in einer gesicherten Katzenbox, bzw. kleinen Hundetransportbox befördert, immer noch so, daß es Sie gut sehen kann, bzw. Sie die Hand beruhigend ins/ans Kistchen halten können.
Die Box sollte aber gegen ein Verrutschen beim Bremsen gut gesichert sein.
Bitte vergessen Sie auch nicht eine Rolle Zewa Papier oder ein Handtuch mitzunehmen. Aufregung kann schließlich mal auf den Magen schlagen und ein "Kötzerchen" verursachen, welches ansonsten auf Ihren guten Kleidern landen würde.
Vergessen Sie ebenfalls bitte nicht, daß das kleine Hündchen in diesem Moment mit die gravierenste Umstellung seines Lebens mitmacht und in eine komplett andere Situation wie Stadt, Lärm, fremde Hunde und Personen, etc.. versetzt wird.
Geben Sie Ihrem kleinen Hund wirklich erst einmal nach der Übernahme im Alter zwischen 8-10 Wochen mindestens 1 Woche Zeit sich einzuleben um die krasse Trennung von Eltern, Muttermilch, Geschwistern und vertrauter Umgebung (ebenso die Anpassung an das fremde und neue Keim,- Bakterienmilieu bei Ihnen) zu verarbeiten. Nehmen Sie ihn auf keinen Fall gleich überall mit hin und laden auch nach Möglichkeit nicht sofort die gesamte Verwandt,- und Bekanntschaft ein, um den Kleinen vorzuführen. Ihre Kinder sollten natürlich auch tunlichst nicht sofort den gesamten Freundeskreis zum Welpenspielen einladen. Auch der Besuch der Hundeschule sollte frühestens erst nach 1 Woche erfolgen. Nach 1-2 Wochen kann man den kleinen Hund dann langsam nach und nach immer mehr mit den neuen Gegebenheiten vertraut machen und auch größere Ausflüge z. B. in die Stadt unternehmen.
Sollte bereits ein Hund im Haushalt leben, führen Sie den Neuankömmling, natürlich sicher angeleint damit der Kleine nicht in Panik auf und davon saust, und Ihren Hund, auf neutralem Gelände zusammen, z. b. auf einer Wiese in der Nähe Ihres Hauses zusammen und gehen dann anschließend ganz selbstverständlich mit beiden Hunden in Ihre Wohnung.
Der Althund darf jetzt selbstverständlich nicht vernachlässigt werden, so daß kein Neid und keine Konkurrenzsituation entstehen kann.
Unsere Welpen sind bei Abgabe selbstverständlich Katzen gewöhnt, so daß auch zum Haushalt gehörende Samtpfoten in der Regel schnell akzeptiert werden.

 

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Junghündin Zita mit Katerchen "Felix Maunz"

 

Sollten Ihre Katzen jedoch bisher noch keine Hunde kennen, kann die gegenseitige Akzeptanz, jedoch von Katzenseite aus, dauern. Planen Sie dafür ruhig mehrere Wochen ein, es wird klappen, aber es braucht einfach seeeeehr viel Zeit und seeeehr viel Geduld.

Zur Steigerung der allgemeinen Immunabwehr in dieser stressigen Zeit kann Vitamin C in höheren Dosen verabreicht werden. (z. B. von www.vitaminwelten.de Bio Ester C der Firma Green Leaves oder Acerola Vitamin C natürlicher Herkunft aus dem Bioladen, Reformhaus, etc..) ABER bitte keine reine Ascorbinsäure aus der Apotheke verfüttern, die nur den Magen reizt und für den Körper nicht optimal verwertbar ist)

Der Hund kann Vitamin C zwar selber bilden, aber im Wachstum, in der Zahnung und in besonderen Stresssituationen machen zusätzliche Vitamin C Gaben großen Sinn.

Als einprägsames Beispiel: Parvovirose wird in Amerika erfolgreich mit der intravenösen Verabreichung von 1000mg Vit. C pro 5 Pfund Lebendgewicht im Erkrankungsfalle therapiert, zusätzlich zu Dauerinfusionen und dem Präparat „Interferon“.

Auch HD-belastete Welpen wurden mit zusätzlichen Vitamin C Gaben provoziert versuchsmäßig erfolgreich aufgezogen d.h. ohne einen einzigen späteren Erkrankungsfall. Außerdem wird auch in den USA nicht immer auf den alleinigen Schutz durch Impfungen vertraut, sondern gerade kritische, ganzheitlich arbeitende Tierärzte empfehlen während der Aufzucht/ des Wachstums zur allgemeinen Krankheitsvorbeugung durchaus die Zugabe von höher dosiertem Vitamin C (!! Ester C !! oder natürliche Acerola Vitamin C ).

Und falls es doch mal zu Durchfall kommen sollte...

Karotten können Antibiotika ersetzen.

Hier klicken um die PDF-Datei zu sehen.

 

Wir geben unseren Welpen und Junghunden während des gesamten Wachstums und unseren erwachsenen Aussies kurweise das Produkt Gladiator Plus. Es ist absolut eines der empfehlenswertesten Nahrungsergänzungsmittel, welches ich jemals an uns selber und an unseren Tieren ausprobiert habe.

 

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Aber nun wieder weiter mit dem Thema „Erziehung“:

Auch wenn der kleine Welpe mit seinen putzigen Knopfaugen Sie noch so zuckersüß anschaut, seien Sie bitte SOFORT nach der Übernahme konsequent in allen Dingen was das Tier bei Ihnen darf und/oder was absolut verboten ist, wie eben auch die erwachsenen Mitglieder der Hundefamilie dieses tun. Spielt der Welpe mit Mama, Tante oder dem Onkel mal recht wild, wird dieses bis zu einem gewissen Grad meist sehr großzügig toleriert, dem Jungtier werden allerdings schon da mit gewissen Lauten und Gesten signalisiert, daß das Spiel nicht unbedingt noch wüster zu werden hat. Überschreitet der Welpe jedoch trotzdem diese Grenze, wird aus der lieben Mama oder der sonst so gütigen Tante, ein fauchender "Drachen".

Schneller als der "ach so liebe" Kleine gucken kann, liegt er kreischend auf dem Rücken, weil er plötzlich recht heftig in die Nase oder sonstwohin gezwickt wurde. Bei einer solchen Aktion kann sogar auch mal ein Tröpfchen Blut fliessen, was die Mama dann natürlich wieder umgehend liebevoll abschleckt. Beleidigt ist nach einer solchen Aktion niemand, auch der Welpe nicht. Innerhalb von Sekunden hat er allerdings nachhaltig gelernt, daß man die Grenzen der erwachsenen Tiere zu respektieren hat. Zu Erziehungszwecken werden auch Situationen konkret konstruiert, z. b. ín der Form, daß das Lieblingsspielzeug oder der Lieblingsknochen des Welpen plötzlich dem Hundepapa sehr am Herzen liegt und diesen wie einen Diamanten andächtig bewacht. Die Welpen kommen natürlich ganz eifrig angesprungen was der Papa da so Feines liegen hat. "Brumm und Knurr, das ist jetzt meines.." Durch diese Aktion ist die Sache natürlich erst recht interessant, daß die Kleinen den kostbaren Gegenstand unbedingt auch haben wollen.

Der Hundevater wird aber just in diesem Augenblick ganz bestimmt nicht nachgeben, sondern mit Vehemenz den Knochen verteidigen. Wenn es sein muß, auch mit einem herzhaften Biss in weiches Welpenpelzchen, so daß die kleine Schar erst einmal betroffen von dannen zieht. Ein paar Minuten später kann es jedoch ein, daß der Hundepapa den Knochen einfach wieder für die Welpenschar liegen lässt. Er hat aber den Kleinen ganz deutlich vorher gezeigt, daß er sich im Bedarfsfall 100 % durchsetzten kann. Er verliert durch diese strengen Sanktionen aber natürlich nicht die Zuneigung seiner Kinder, wie manch ein Käufer u.U. durchaus befürchten mag, im Gegenteil... Danach ist er natürlich auch wieder sofort genauso lieb und fürsorglich, als wenn diese Aktion niemals stattgefunden hätte. Beleidigt und eingeschnappt sein für längere Zeit gibt es bei Tieren nämlich nicht und das ist auch gut so. Alles wird sofort und unmissverständlich für beide Seiten klargestellt.

 

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Die frischgebackene Welpenbesitzer ist natürlich glücklich mit ihrem kleinen Aussiemädel

 

Über einen putzigen 5 Kg Welpen, der seine Futterschüssel verteidigt, lacht man noch.

Über einen 28 Kg schweren Jungrüden , der entschlossen seinen Kauknochen, Spielzeug oder draussen aufgegabelten Unrat nicht mehr hergeben möchte, lacht niemand mehr..im Gegenteil... Dieses ist sehr unerfreulich, zumal wenn dann auf einmal ganz plötzlich das "ach so liieeebe Tier" die blitzend weißen Beisserchen gegen Frauch/Herrchen einsetzen möchte....

Der Aussie muß als Welpe bereits lernen, Ihnen jederzeit seine „Beute“ abzutreten.

Die eigene Autorität stellt man allerdings nicht durch Schläge, Drill oder Ungerechtigkeiten her, sondern indem man eine feste Beziehung zwischen Mensch und Hund/Welpe aufbaut. Der Mensch muß sich für den Kleinen interessant machen und zum begehrten Teampartner machen. Gemeinsame Unternehmungen sind da von zentraler Bedeutung: Gemeinsames aktives Spazierengehen, gemeinsames Spiel, gemeinsames Kuscheln, gemeinsames Erkunden fremden Geländes, etc… Hunde als hochsoziale Rudeltiere sind darauf eingestellt, mit dem Menschen eine enge Bindung einzugehen. Um diese enge Bindung zu festigen, muß der Mensch jedoch klare und für das Tier verständliche Regeln aufstellen, an die sich der Hund unbedingt zu halten hat.

Nur diese klaren Regeln geben dem Tier Sicherheit und die Gewissheit, dass ihm in der Gemeinschaft mit seinen menschlichen Partnern nichts passiert. Das für den Hund kalkulierbare Verhalten des Menschen schafft Vertrauen. Dieses ist die Basis, dass das Tier Ängste vor seiner Umwelt verliert und voller Selbstvertrauen an ihn gestellte Anforderungen meistert.

Zitat aus dem Buch " Hunde brauchen klare Grenzen" :

Dass falsche od. unerwünschte Verhaltensweisen keine Konsequenzen nach sich ziehen, ist ein im gesamten Tierreich gänzlich unbekanntes Phänomen. Dort wird sanktioniert. Zunächst freundlich, aber wenn es sein muss auch sehr eindeutig. Konflikte werden dort nicht unter den Teppich gekehrt, sondern im Gegenteil explizit heraufbeschworen. Den älteren, erziehenden Tieren geht es nicht um den Konflikt selbst, sondern um das, was ein noch junges Wesen dieser Art lernen muss. Je nach Art und Umwelt sind das ganz unterschieldiche Dinge . Doch das Verhalten der Eltern ist immer ähnlich: nämlich über Konflikte, auch über die bewußte Provokation von Konflikten, und nicht ausschließlich über Belohnung oder gar Futterbelohnung, Erziehungsinhalte zu vermitteln.

Wie würden Sie reagieren , wenn Ihr Kind tretend und umsichschlagend sich plötzlich vor Ihnen auf den Boden schmeißt, nur um seinen Willen durchzusetzen jetzt sofort dieses oder jenes haben zu wollen?

Halten Sie Ihrer Tochter oder Ihrem Sohn in einem solchen Fall die Chipstüte, den Lieblingsteddybären oder eine Spielzeugpuppe vor die Nase?? Ach, nein?? Und warum denn nicht??

Weil es in der Regel schlichtweg nicht funktioniert sein Kind auf Dauer in dieser Art zu erziehen!!

Fragen Sie sich bitte, warum dann gerade diese Methode beim Hund zu langfristigen Erziehungserfolgen führen soll. Kommt Ihr Hund beim Spazierengehen nicht, bzw. zieht er an der Leine wenn irgendetwas Aufregendes gerade woanders passiert? In diesen leichteren "Fällen" mag die Ablenkung über Futter/Spielzeugbelohnung noch ab und an funktionieren. Spätestens aber wenn der nächste Hase vorbeirauscht, oder Ihnen mit Ihrem Hundeschatz an der Leine der Erzfeind von gegenüber entgegenkommt, geraten Sie schneller an die Grenzen dieser Futter/SpielzeugKonditionierung, als Sie gucken können... .

Andere Trainer wollen Ihnen nun bei Ihrer Suche nach der geeigneten Trainingsmethode weismachen, daß man allein durch Ignorieren von Fehlverhalten und Belohnen von erwünschtem Verhalten des Hundes die richtige Erziehung, also "das Ei des Columbus" findet.

Übertragen auf uns Menschen würde das im Klartext heißen, alles was Ihre Kinder an ärgerlichen und gefährlichen Dingen anstellen, ignorieren Sie solange bis Ihr Sohn oder Ihre Tochter wieder mal in Ihren Augen etwas Richtiges tut. In dem Moment gibts dann umgehend eine Belohnung in Form von Süßigkeiten, Spielzeug oder die Erlaubnis zum Kinobesuch. Glauben Sie ernsthaft, daß das funktioniert und zu einem harmonischen Miteinander und ersprießlichen Familienleben führt??? Kinder, wie Junghunde lernen aus diesem seltsamen Verhalten der Eltern doch letztendlich nur, daß sie, ohne jemals Sanktionen befürchten zu müssen, alles tun und lassen können, wie es ihnen beliebt. Solcherart letztendlich hausgemachten kleinen Tyrannen sind sicherlich kein erstrebenswertes Ziel.

Das richtige Maß an Autorität (natürlich nicht zu verwechseln mit Despotentum/Gewaltherrschaft) jedoch, wie es die erwachsenen Familienangehörigen bzw. Alphatiere im Hunderudel vorleben, schaffen die Basis für ein Zusammenleben in gegenseitigenVertrauen, Wohlergehen und Liebe.

 

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Wir sind bereits ein tolles Team!

 

Vertrauen und Autorität werden also geschaffen, indem man das Verhalten von Alphatieren kopiert:

- Egal was Ihr Welpe auch anstellt, bleiben Sie ruhig, gelassen, überlegen, auch wenn es schwer fällt.

- Am Allerwichtigsten ist ein zuverlässiges Heranrufen des Hundes, also das Kommando „Komm“. Damit der Welpe zu anfangs überhaupt verknüpfen kann, um was es sich hierbei handelt, rufen Sie den Kleinen nur, wenn er sowieso auf Sie zuläuft. Ein freudiges „Komm, Komm!!“ und ganz viel überschwängliches Lob, ein Leckerchen oder die gefüllte Futterschüssel unterstützen die ganze Sache und vermitteln dem Welpen, dass das Herankommen für ihn eine sehr lohnende und positive Angelegenheit ist. Reagiert der Welpe noch nicht 100 % zuverlässig auf Kommandos, vermeiden Sie einfach unnötiges Rufen, z. B. unter starker Ablenkung. Ansonsten verknüpft das Tier eher das Gegenteil: erteiltes Kommando „Komm“ = Weglaufen/Ungehorsam, muß also nicht zwingend eingehalten werden. Wenn so etwas gerade zu anfangs mehrfach passiert, untergräbt dies bereits beträchtlich Ihre Autorität. Leinen Sie deshalb in Situationen, wo Sie den Kleinen u. U. nicht unter 100 % Kontrolle haben könnten, lieber im Vorfeld vorrausschauend und kommentarlos an. Achten Sie bitte auch bei Ihren Kindern darauf, dass diese nicht ständig unnötig den Namen des Junghundes rufen. Lassen Sie den Welpen aber trotzdem so oft wie möglich freilaufen, er wird Ihnen, dem neuen Rudelführer in der Regel gerne folgen. Unterbinden Sie aber bitte stets ein zu weites Vorrauslaufen des Jungtieres. Auch das spaßehalber Jagen und Aufscheuchen von größeren Vogelschwärmen auf Wiesen und Feldern, sollte tunlichst vermieden und umgehend unterbunden werden. An Straßen und in der Stadt wird der Hund selbstverständlich stets sicher angeleint. Das Halsband sollte auch immer fest genug verschnallt werden, dass das Köpfchen nicht durchschlüpfen kann. Bitte gerade beim Welpen regelmäßig die richtige Länge des Halsbandes überprüfen.

- Während der gemeinsamen Spaziergänge verstecken Sie sich ab und zu, damit die Aufmerksamkeit Ihres Hundes bestehen bleibt. Hilfreich ist es auch, kleine Tobespiele mit oder ohne Spielzeug, einzubauen. Bei jedem richtigen Verhalten ganz doll loben. Allgemein versuchen Sie bitte mehr zu loben, als zu schimpfen. Ungewolltes Verhalten können Sie als „Chef(in) auch einfach mal großzügig ignorieren, wenn mal nicht wirklich etwas gravierendes passiert.

- Der Mensch ist derjenige der agiert – der Hund reagiert. Das heißt im Klartext: Sie bestimmen wann gespielt und wann geschmust wird. Fordert der Welpe Sie auf, schicken Sie ihn ruhig erst einmal weg, 2 oder 3 Minuten später fangen Sie von sich aus das Spiel mit ihm an und beenden es auch dann irgendwann eigentätig wieder. Heizt sich der Kleine während des Spiels zu sehr auf, brechen Sie sofort ab. Zum „Abkühlen“ ruhig auch mal in eine Flugbox sperren, einfach mal alleine (in den selbstverständlich nur gesicherten) Garten setzen oder selber umgehend den Raum verlassen und das Baby ganz alleine sitzen lassen…. *bääh*…. . So merkt er umgehend, dass ungebührliches Verhalten zu gar nichts führt, im Gegenteil. Aufdringliches Kontakt einforderndes Verhalten, wie Bellen, mit der Pfote kratzen, Anspringen, etc.. wird ebenso stets durch Wegdrehen ignoriert, wenn das nichts nützt natürlich dann strikt unterbunden. Auch das Beissen und Schnappen in Arme, Hände, Beine während eines wilden Spiels sollten Sie sich nicht gefallen lassen und rechtzeitig unterbinden. Auch ggf. Ihre Kinder sollten niemals ohne Aufsicht einer erwachsenen Person mit dem Welpen spielen. Gerade Verhaltensweisen wie kindliches Weglaufen, Arme hochreissen, etc.. können das wilde Spiel noch mehr anheizen. Bleiben Sie in einer solchen Situation gelassen, geben Sie aber Ihrer Verärgerung ruhig durch einen lauten Schrei Ausdruck, wie ein Welpenkollege dies auch tun würde, setzen Sie den Schnauzengriff ein (mit der Hand greifen Sie recht feste und nachdrücklich über den Fang/Schnauze des Welpen, wie die Hundemutter es in einem solchen Augenblick auch mit ihren Zähnen macht, so lange bis Ruhe ist), wenn dies nicht fruchtet, den Welpen auf den Boden drücken und das Spiel sofort danach abbrechen. Der Welpe merkt bei konsequentem Verhalten Ihrerseits rasch, dass ungebührliches Verhalten nur Nachteile bringt. Die so genannte Beisshemmung ist nämlich nicht angeboren, sondern muß dem kleinen Racker konsequent durch Lernreize „antrainiert“ werden. Eine Hundemama würde sich auch niemals ständig vom Nachwuchs derartig traktieren lassen. Durch einen festen Knuff oder Biss klärt sie eine solche Situation in Sekunden. Läßt sich mal ausnahmsweise ein ganz renitenter Welpe dadurch nicht sofort abschrecken, setzt die Hundemutter ziemlich deutlich nach, so daß der „liebe“ Kleine auch schon mal ziemlich in den höchsten Tönen erbärmlich jammernd auf dem Rücken liegt. Seine Lektion hat er aber dann endlich gelernt.

- Sein Futter bekommt der Welpe immer erst dann, wenn Sie gegessen haben, auch wenn Ihnen dabei das Herz bluten sollte.

- Lassen Sie schon den Welpen etwas für sein Futter tun; Dem Welpen wird ein einfaches „Sitz“ abverlangt, erst dann gibt es die Schüssel hingestellt. Das „Sitz“ kann ganz einfach einstudiert werden, indem Sie das Kommando „Sitz“ erteilen, wenn der Kleine sich eh gerade von sich aus setzen möchte. Weiterführende Übung zum „Sitz“ wäre, dem Welpen einen leckeren Brocken vor die Nase zu halten, allerdings natürlich erst einmal unerreichbar für ihn, evtl. auch zusätzlich noch gesichert anbinden, dass die Unerreichbarkeit des Bröckchens 100 % gewährleistet ist. Der Kleine wird alle möglichen Kapriolen versuchen um an den Happen zu kommen. Nach einiger Zeit wird er resignieren und sich vor Ihnen hinsetzen. In DIESEM Moment sagen Sie „SITZ“ und der Welpe erhält umgehend die Belohnung. Das richtige Timing ist hier ganz wichtig. Üben Sie immer wieder regelmäßig konsequent. Durch das positive Verknüpfen wird der Hund ganz schnell und nachhaltig seine Lektionen lernen.

- Setzen Sie klare Gebote und Verbote. Achten Sie auf die konsequente Einhaltung.

- Sie müssen stets beharrlicher als der Welpe sein, auch wenn Ihnen fast die „Hutschnur platzt“, bleiben Sie ruhig und lassen sich Ihre Wut nicht anmerken.

- Hundegerechte Strafmöglichkeiten sind: Kontaktabbruch, Ignorieren, böse, tiefe Stimme, böses Starren in die Augen des Welpen, über den Welpen hinüber beugen, Griff über den Fang, im Nackenfell packen und auf den Boden drücken, den Welpen blitzschnell auf den Rücken drehen und dort festhalten, bis er nicht mehr strampelt und den Kopf zur Seite wendet. Besonders die letzte Maßnahme ist jedoch recht massiv und sollte grundsätzlich nur angewandt werden, wenn der Welpe Sie offensiv androht und sich vom Fanggriff oder dem auf den Boden drücken, nicht beeindruckt zeigt.

- Auch dem Welpen kann schon frühzeitig beigebracht werden, dass Sie als erstes durch die Tür gehen. Gleiches gilt auch für Treppen. Das Tier darf nicht voran stürmen.

- Setzen Sie sich auch mal öfters in sein Körbchen und lesen Sie dort ein wenig.

- Setzen Sie dem Hund Tabuzonen. Wenn er bei Ihnen mit aufs Sofa darf, verbieten Sie trotzdem einen bestimmten Platz oder einen bestimmten Sessel.

- Befehlen Sie ruhig auch immer wieder einmal, dass er sein Lieblingsplätzchen für eine Zeit räumen muss.

- Liegt der Hund im Weg, fordern Sie ihn auf, aufzustehen – selbst wenn genügend Platz wäre, um ihn herumzukurven.

- Sie sollten aber auch zeitweise bewusst über den liegenden Hund hinübersteigen.

- Machen Sie gerade in der ersten Zeit täglich etwas Fellpflege – auch wenn diese nicht nötig ist. Gewöhnen Sie Ihren Hund sanft daran gebürstet zu werden, auch dass er sich überall anfassen lässt. Rollen Sie ihn ruhig auch immer mal auf den Rücken und halten ihn so kurz etwas fest – die absolute Unterwerfungsgeste für den Welpen. Sollte er protestieren, wird der Kleine selbstverständlich erst „freigelassen“, wenn er absolut ruhig ist. Ansonsten hat ER einen tollen Erfolg erzielt, und gelernt, dass Protest zum Erfolg führt.

- Fährt Ihr Welpe nicht so gerne Auto, füttern Sie ihn doch einfach regelmäßig immer mal im Fahrzeug und lassen ihn eine Zeit verweilen, auch ohne dass Sie losfahren, bis er merkt es passiert ihm wirklich nichts Schlimmes.

- Setzen Sie sich während der Fütterung neben das Futterschälchen des Welpen, ziehen Sie es ihm während des Fressens auch ab und an mal weg, legen Sie ihm auch mal noch zusätzliches Futter rein oder nehmen Sie auch hin und wieder etwas raus. Wobei der Welpe/Junghund/Hund natürlich im Großen und Ganzen sein Essen ungestört zu sich nehmen können sollte, sprich in dieser Zeit nicht von Ihnen und den Kindern ständig und andauernd „belagert“ werden sollte.

- Üben Sie konsequent von Anfang an, dass der Welpe ALLES was er im Fang hat, Ihnen bei Bedarf jederzeit herausgibt. Probieren Sie es erst auf die sanfte Tour: z. B. er hat einen Knochen im Fang, Sie bieten ihm ein Leckerchen an, was er noch lieber mag – evtl. ein Stück Trockenpansen oder Ähnliches. In dem Moment indem er den Knochen fallen lässt, weil er an den Pansen will, sagen Sie „Aus“ und geben ihm den Pansen als Tauschgeschäft. So lernt er durch einfache Wiederholung, dass „Aus“ heißt, etwas herzugeben. In der nächsten Stufe sagen Sie „Aus“ zu ihm, bieten ihm aber kein Ersatzobjekt mehr an – vermutlich wird er seinen Schatz nicht hergeben wollen. Jetzt greifen Sie mit einer Hand über den Fang, drücken die Lefzen hinter die Reißzähne gegen das Zahnfleisch und sagen „Aus“. Dieses ist recht unangenehm für den Hund und er macht reflexartig den Fang auf. Vergessen Sie bitte auch nicht, Ihr Tier regelmäßig für Fortschritte zu belohnen. Das kann ein Lob sein oder auch mal eine ausgelassene Spielsequenz.

- Wilde Zerr- und Tobespiele sind aber allgemein mit Vorsicht zu geniessen, gerade wenn Kinder im Haushalt sind. Gewinnt ein Hund zu häufig, kann es bei entsprechend dominant veranlagten Hunden dazu führen, dass sie (die Hunde) in ihren eigenen Augen in der Hierarchie des Rudels aufsteigen, weil Sie als Mensch Schwäche gezeigt haben. Das heißt natürlich nicht, dass der Welpe niemals als Gewinner aus einer Rangelei hervorgehen sollte, ein bisserl sollte beim kleinen Welpen das Selbstvertrauen schließlich auch mal gestärkt werden. Bei Hunden die jedoch gerne mal die „Cheffrage“ stellen, sollten solche Spielchen nicht zu ausdauernd gespielt werden – und vor Allem sollte darauf geachtet werden, dass Sie als Mensch der Sieger bleiben.

Einen Hund demokratisch und antiautoritär erziehen zu wollen, ist gegen die Natur des Hundes und Ursache vieler Problemverhaltensweisen beim Hund. Es führt nicht nur zu Erziehungsproblemen, also daß das Tier seine Besitzer nicht als Personen anerkennt, die ihm etwas zu gebieten und zu verbieten haben, sondern es führt leider häufig auch zu total verunsicherten Hunden, die den „angstmachenden“ Lebensalltag nicht bewältigen können, weil ihnen die Stütze durch einen starken Rudelchef fehlt.

Meine eigenen Hunde schlafen mit mir im Bett, liegen auf dem Sofa, werden durchaus auch bei Tisch gefüttert, geniessen ansonsten auch sehr, sehr viele Freiheiten, wissen aber in letzter Konsequenz immer, daß wir Menschen absolut das letzte Wort haben, was letztendlich erlaubt ist oder nicht.

 

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Weitere Empfehlenswerte Literatur:
Welpenspielstunde von Gabriele Niepel ISBN 3-275-01372-6
Unser Welpe kommt von Gabriele Niepel ISBN 978-3-275-01658-7
Lind-Art Welpenerziehung von Prof. Ekard Lind ISBN 978-3-86127-745-3
Die Hundeschule „Was ein Welpe lernen muss“ von Krivy und Lanzerath ISBN-13 : 978-3275016891
 
 
 
 
index_html_796539ad Hier ein Buchtip der Extraklasse! Dieses Werk sollte Pflichtlektüre eines jeden verantwortungsvollen Hundehalters sein!
 
Dr.med.vet. Jutta Ziegler,
 
Hunde würden länger leben, wenn..., Schwarzbuch Tierarzt
-totgeimpft
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Eine Insiderin packt aus!
MVG-Verlag, ISBN 978-3868822342
Foto mit freundlicher Genehmigung von Frau Dr. med.vet. Jutta Ziegler

 

 

 

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